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30 Jahre Motor-Sport-Club Löhne Am 1. Juni 1971 wurde der MSC-Löhne durch Manfred Brockmann, Manfred Wiegelmann, Hans Werner Paashaus, Lothar Therolf, Karl Heinz Brockmann, Klaus Marten und Heinz Dieter Grossmann gegründet. Im gleichen Jahr im Oktober wurde auch das erste Rennen veranstaltet. Es handelte sich noch um ein sogenanntes Stock-Car-Rennen, an dem sich jedes Mitglied mit 50 DM beteiligen musste, damit dieses überhaupt stattfinden konnte. 1972 schloss sich der MSC nach seinem 2. Stock-Car Rennen an den DRAG (Deutsche-Altwagen-Renngemeinschaft) an. Im gleichen Jahr wurde auch ein drittes und letztes Stock-Car Rennen durchgeführt. Ende 1972 erfolgte die Umstrukturierung des Dachverbandes DRAG in den DRCV (Deutscher Rallye-Cross-Verband). Dieser Schritt bewirkte, dass am 9. September 1973 das erste Rallye-Cross-Rennen auf dem legendären Löhner Heide-Ring ausgerichtet wurde. Die Mitgliederzahl betrug zu diesem Zeitpunkt fast 90 aktive und passive Sportfreunde. In der Saison 1974 beteiligten sich 4 Fahrer aus Löhne (Manfred Brockmann, Ernst Barek, Klaus Jahnke, Dieter Dickenbrock) mit einem beachtlichen Erfolg an der DRCV-Meisterschaft. Manfred Brockmann wird Deutscher Meister in der Klasse 5, Ernst Barek wird Vizemeister.
In dieser Saison tauschten die Vorjahres-Plazierten das Endergebnis: Ernst Barek Platz 1, Manfred Brockmann Platz 2 in der Klasse 5 (Fahrzeuge mit Kardanantrieb). In der Klasse 2 belegte der erstmals für Löhne fahrende Helmut Vieker den zweiten Platz. Dieter Dickenbrock wurde Gesamt-Vierter. 1976 erfolgte Manfred Brockmanns Einstieg in die leistungsstarke Klasse 4, wo er sofort den 3. Platz in der Gesamtwertung erzielte. Der "Ewige Zweite" Helmut Vieker wurde erstmals Deutscher Meister. Ernst Barek als Neuling dieser Klasse wurde Vizemeister. In der Jahreswertung des Deutschen Rallye-Cross-Meisters aller Klassen belegte Helmut Vieker den 2. Platz.
Im Jahr 1977 erfreute sich der MSC über den Zugang drei neuer Fahrer: Wilfried Homburg, Rainer Baer und Heiner Berg. Leider zogen sich aber auch Ulrich Zitzke, Klaus Jahnke und Manfred Brockmann vom aktiven Sport zurück. Mit dem Maluk / Savrok Team ging darüber hinaus noch eine neue Truppe an den Start. Rainer Baer belegte in der Klasse 1 den 3. Platz, Wilfried Homburg den vierten. In der Klasse zwei belegte Ernst Barek den 2. Platz. Helmut Vieker erlebte in dieser Saison seinen bis dahin größten sportlichen Erfolg. Er gewann den Deutschen Meistertitel in der Klasse 4 und wurde auch Meister aller Klassen. 1978 wurden Helmut Vieker und Wilfried Homburg zweite ihrer Klasse. Der Meister aller Klassen wurde auch in diesem Jahr wieder von Helmut Vieker gestellt. Ernst Barek wurde 3. in der Eigenbauklasse 5. Rainer Baer erreichte den 3. Platz in der Klasse 2. Das Jahr 1979 zeichnete sich durch erste Schwierigkeiten mit der Durchführung des Löhner Rennens aus. Der Verein suchte intensiv neues, möglichst festes Gelände. Auch die sportlichen Leistungen sorgten nicht gerade für Euphorie. Die Platzierungen der Fahrer lagen im Mittelfeld. 1980 dann der große Knall ! Kein Rennen auf dem Heide-Ring !! 1981 endlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Für den Heide-Ring wurde noch einmal ein einjähriger Pachtvertrag abgeschlossen. Sofort begann man mit regen Vorbereitungen im Hinblick auf das kommende Rennen. Die Renner wurden durch ihre Fahrer auf dem Löhner Maimarkt vorgeführt. Ein Informationsstand und Filmvorführungen sollte schon jetzt die Bevölkerung in und um Löhne auf das bevorstehende Großereignis aufmerksam machen. Der Verein erhielt eine große Resonanz bei den Besuchern. "Endlich mal wieder was los in Löhne" war die einstimmige Meinung. Dieter Brockmann: Nach mehreren Anläufen gelang Anfang 1983 hatte das große Bangen um die Genehmigung endlich ein Ende. Das Regierungspräsidium Detmold gab grünes Licht für eine Veranstaltung in Vlotho/Exter. Natürlich waren die Geländebedingungen anderer Art als auf dem heimischen Heide-Ring, aber der Verein nahm sich dieser Herausvorderung gerne an. Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und Institutionen, beschloss der Verein auch 1984 einen Meisterschaftslauf in Vlotho/Exter auszurichten. Um den treuen Löhner Fans entgegenzukommen, entschied sich die Vereinsführung einen Hol-und Bringdienst einzurichten, der auch dankend angenommen wurde. Was die Spannung in den einzelnen Läufen betraf, kamen die Besucher wie schon im Vorjahr voll auf ihre Kosten. Ein erster, ein zweiter und zwei vierte Plätze aus Sicht der Löhner Fahrer ließen keine Wünsche offen. Aber der Verein musste einsehen, dass das Renngelände in seiner Beschaffenheit Mängel aufwies, was auch von Gastfahrern angesprochen wurde. 1985 wurde aus Löhner Sicht ein Jahr ohne sportliche Höhepunkte. Einen besonders bitteren Beigeschmack erfuhr allerdings der Fall Helmut Vieker. Helmut hatte bereits in der ganzen Saison sein Auto nahezu optimal eingestellt und war bis zum Löhner Rennen klar in Führung liegend. Er hatte seine Klasse so gut im Griff, das bei der Konkurrenz schon länger über eine unzulässige Veränderung an seinem Motor nachgedacht wurde. Am 18. August beim 3. Vlothoer Rennen war es dann soweit. Vieker wurde überlegender Tagessieger und wurde "ausgelittert". Diese den Statuten entsprechende Untersuchung des Hubraums ergab nichts Negatives und trotzdem wurden ihm die bis dahin gesammelten Punkte vom DRCV aberkannt. Aus sportlich fairem Wettkampf wurde ein Eklat.
Einen Löhner Fahrer schien diese Entwicklung ganz besonders zu motivieren: Manfred Krieger. 1985 noch für seine Kompressortechnik belächelt (Er war einer der wenigen, der sich an diese komplizierte Form der Motoraufladung heranwagte) fuhr er 1996 einem überlegenden Meistertitel in der Klasse 1 entgegen. Sein hervorragend abgestimmter Motor sorgte im Löhner Hauptrennen für eine Sensation, denn auch hier ließ er alle hubraumstärkeren Fahrzeuge klar hinter sich.
Aus organisatorischer Sicht konnte das diesjährige Rennen wieder einmal voll überzeugen, was auch von Seiten der verantwortlichen Behörden bestätigt wurde. Nicht zuletzt deshalb wurde den Verantwortlichen des MSC von dieser Seite aus angekündigt, die nächsten 5 Jahre, eine entsprechende Sorgfalt vorausgesetzt, Rennen ohne weitere Auflagen durchführen zu können. An dieser Stelle wollen wir noch einmal daran erinnern, dass das Herz des MSC-Löhne nicht nur für den Motorsport schlägt. Über allen sportlichen Ehrgeiz hinaus hat man den Blick für andere wichtige Dinge in seiner Umgebung nicht verloren. So wurde in diesem Jahr wie schon einmal Anfang der 70er Jahre das Kreuz zum Gedenken der Kriegsopfer auf dem heimischen Spatzenberg nicht nur renoviert, sondern die unmittelbare Umgebung desselben mit neuen Sträuchern und einem kleinem Kiesbett eingefasst. Im Jahr 1988 gipfelten die Erfolge des MSC in einem weiteren Höhepunkt. Was bisher noch keinem der vielen DRCV-Vereinen in der Zeit seines Bestehens gelungen war machten 3 Löhner Fahrer perfekt. Mit seinem 2. Meisterschaftstitel nach 1974 beendete Manfred Brockmann nicht nur eine langjährige meisterschaftslose Zeit, sondern er bewirkte mit diesem Titel auch einen Hattrick, den es in dieser Form bisher noch nicht gegeben hatte: 3 verschiedene Meister in drei unterschiedlichen Klassen in 3 Jahren. Nach dem Unfall im Vorjahr entschloss sich der Verein 1989 bei der Jahreshauptversammlung noch weitere Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um den Zuschauern und Fahrern den Spaß an diesem Sport zu erhalten. Man legte fest, in die Sicherheitszonen tiefe Furchen einzulassen und diese zu erweitern. Diese Maßnahme zeigte am 20.08.1998, daß die Entscheidung richtig war, denn das Rennen wurde ein voller Erfolg für Zuschauer, Fahrer und Veranstalter.
Aus fahrerischer Sicht konnte der MSC in diesem Jahr keine großen Erfolge verbuchen. Man hoffte auf ein besseres Abschneiden in der kommenden Saison. Das Jahr 1991 stand ganz im Zeichen des MSC-Löhne. In der Löhner Werretalhalle wurde mit Gästen wie z.B. Gunter Gabriel das 20-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Zusätzlich konnte ein weiterer Erfolg im sportlichen Bereich erzielt werden. Manfred Brockmann feierte nach 1974 und 1988 seinen 3. Deutschen Meistertitel mit einem ausgezeichnet aufgebauten Auto in der Klasse 5.
Thomas Rösch erreichte in der Klasse 2 den 4. Platz vor Thorsten Kirchner als 5. Dieser wurde auch in der 1300 ccm Spezial-Cross-Klasse der Sandbahnmeisterschaft Vizemeister. Nach 20 Jahren beendet Ronald Struckmeier seine Amtszeit als 1. Kassierer. Nach seinem "Schnupperkurs" beim Saisonfinale 1992 der Oval-Racing-Meisterschaft im niederländischen Ter Apel bestritt Manfred Brockmann 1993 die ganze Meisterschaft und wurde auf Anhieb Vizemeister in der Klasse "Spezial 2000". Auch Thorsten Kirchner versuchte sich auf Asphalt. Anfangs sah man ihn noch mit seinem Eigenbaufahrzeug, doch Mitte der Saison tauchte er mit einem Golf in der Hot-Rod-Klasse auf. Sein Bruder Marco belegte in der DRCV-Meisterschaft den 3. Platz in der Klasse 6. Auch 1994 startete Manfred Brockmann in Holland und wurde erneut Vizemeister. Doch nach 16-jähriger Zeit des aktiven Rennsports hängt der "Altmeister" seinen Helm an den Nagel und widmet sich von nun an anderen Belangen des Vereins. Sein letztes Rennen bestritt er vor 100, mit dem Bus angereisten Löhner Fans. Das T+W Team (Marc Therolf und Hendrik Westerhold) platzierte sich in der Deutschen-Rallye-Cross Meisterschaft auf dem 6. Platz. Mit seinem 4. Platz in der Klasse 2 wird Thomas Rösch erstmals bester Löhner Fahrer beim Heimrennen. |



