Hoope 2008
Auftakt nach Maß für den MSC-Löhne
Einer der erfolgreichsten Saisonstarts der Vereinsgeschichte
Bestes Wetter empfing die Teams des Motorsportclub Löhne am 3. und 4. Mai zum Saisonauftakt der Autocross Meisterschaft des DRCV´s (Deutscher Rallye Cross Verband) auf dem Birkenring des MSG-Bremen-Nord in Hoope. Die akribische Vorbereitungsphase sollte sich für einige Löhner Teilnehmer bezahlt machen. Insgesamt waren sieben MSC-Piloten am Start von denen drei auserordentlich erfolgreich waren.
In der Klasse 2 (Serientourenwagen bis 1800ccm ohne Allrad) sorgte mit der Startnummer 210 das Dackel-Racing-Team für einen furiosen Auftritt. Aufgrund des starken Teilnehmerfeldes fanden hier vier Wertungsläufe statt.
Im ersten Lauf, aus letzter Reihe startend kämpfte sich Fahrer Hendrik Westerholt bis zur ersten Kurve durch und ließ die meisten seiner Konkurrenten jetzt schon hinter sich. Im weiteren Verlauf des Renngeschehens legte sich Westerholt seine Mitstreiter zurecht und überquerte als erster die Ziellinie.
In den darauffolgenden zwei Läufen, aus dritter und zweiter Reihe kommend, ging er ähnlich bissig zu Werke und pilotierte den Dackel wiederum auf jeweils den ersten Platz.
Im letzten Lauf (aus erster Reihe) stellte Westerholt erneut seine unglaubliche Dominanz des Toyota MR2 unter Beweis und fuhr mit der maximalen zu erreichender Punktzahl den überlegenden Tagessieg ein.
Noch einmal spannend wurde es beim Endlauf, wo die besten drei jeder Serientourenwagenklasse starten. Für das Team, zu dem auch Matthias Wurzbacher und Torsten Imort gehören, war es keine leichte Aufgabe auch hier eine gute Platzierung herauszufahren.
Nach einer Startkollision lag Westerholt auf den letzten Platz und kämpfte sich bis auf den dritten Rang vor. Ein Getriebeschaden behinderte die rasante Aufholjagd und machte eine noch bessere Platzierung unmöglich. Somit musste sich "Henne" Westerholt mit einen vierten Platz begnügen. Unter diesen Umständen ebenfalls ein super Ergebniss.
Bei den Spezialcrossern der Klasse 7 (1400ccm mit Allrad) gehörte mit der Startnummer 750 das Morani-Racing-Team um Fahrer Ralf Daumann zu denen die die Löhner Flagge hochhielten. Bis in den späten Samstagabend schraubten die Teammitglieder Nils Horskotte, Björn und Manfred Brockmann sowie Dennis Kapitza, um das passende Setup für diese Strecke zu finden. Das dieses recht gut gelang zeigte sich gleich im ersten von drei Wertungsläufen. Aus letzter Reihe startend, zeigte Daumann auf den ersten Metern was in seinem Hayabusa-Motor an Power steckt und lehrte der Konkurrenz das fürchten, da er bis zu ersten Kurve die kompletten Crosser aus der zweitern Reihe ausbeschleunigte. Im Verlauf der nächsten Runden fightete er sich in gewohnter "Daumann-Manier" weiter bis auf den dritten Platz vor.
Der zweite Lauf, aus zweiter Reihe, verlief bis zur zweiten Kurve vielversprechend. Nach einem Traumstart - und dadurch resultierende Führung - zwang ein Defekt am Antriebstrang zur vorzeitigen Aufgabe in diesem Lauf.
Der Renntag wäre somit zu Ende gewesen, wenn nicht durch den enormen Einsatz aller Teammitglieder eine Reperatur möglich gemacht worden wäre. Der nun wieder startklare Morani war somit für den letzten Lauf einsatzfähig.
Daumann kam nun aus der ersten Reihe und hatte somit "freie Fahrt". Ohne sich durch Überholmanöver aufhalten lassen zu müssen fuhr er souverän einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen. Trotz nur zwei gewerteter Läufe reichte die erzielte Punktzahl für den zweiten Platz in der Endabrechnung. Der erste Platz wäre ohne Ausfall sicherlich möglich gewesen; ,,der zweite Lauf fehlt uns halt" , so Björn "BB"Brockmann.
Das Trio der erfolgreichen vervollständigte Andreas Edeler mit seinem Spezialcrosser aus der Klasse 12 (1600ccm ohne Allrad).
Mit der Startnummer 1205 erfuhr sich Edeler ebenfalls einen hervorragenden zweiten Platz in der Tageswertung.
Den Grundstein dieses Erfolges bildete ein super Start-Ziel-Sieg aus der ersten Reihe im ersten Lauf.
"Ich hab es richtig knallen lassen!" antwortete Edeler nach dem zweiten Durchgang, in dem er aus letzter Reihe als zweiter die Zielflagge sah, auf die Frage wie er sich dieses Resultat erklärt.
Mehr aufgehalten wurde er im letzten Lauf, wo er aus zweiter Reihe startend den vierten Platz belegte, und somit sehr zufrieden mit den Endergebnis war.
Nicht ganz so erfolgreich verlief es für die vier anderen Teams des MSC-Löhne.
Das HABS-Team mit Fahrer Harald Knüppel musste schon am Samstag vorzeitig die Segel streichen, da der Motor seins Toyota in der Langstrecke Feuer fing. Jegliche Reperaturen waren vergebens, denn aufgrund des Löschschaums versagte das Steuergerät.
Der Peugot des Team Homburg wurde dieses Wochenende ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Am Samstag und Sonntag überschlug sich Thomas Homburg mit seinem Renner. "Dank der Sicherheitsvorschriften ist alles gut gegangen, aber für dieses Mal reichts." so Bruder Torsten Homburg.
Auch vom Pech verfolgt waren die Racing-Ducks. Im ersten Lauf Probleme mit der Lenkung und anschließendem Aufhängungsschaden an ihrem Spezialcrosser zwang das Team mit Fahrer Andre Glauer zur Aufgabe und machte eine weitere Teilnahme am Rennen unmöglich.
Patrick Braun vom Lacky-Strike-Team war ebenfalls nicht vom Glück gesegnet. Beim Training noch voller Hoffnung, beendete ein Schaden an der Antriebswelle die weiter Möglichkeit zur Teilnahme an der Rennveranstaltung.
Bis zum nächsten Rennen am 24./25. Mai in Dauborn/Hessen versuchen alle Teams wieder mit top vorbereiteten Rennboliden am Start zu stehen und um wichtige Meisterschaftspunkte zu kämpfen.
Kappi