Gleidorf 2008


Am 31.5/01.06. stand Gleidorf als dritter Meisterschaftslauf 2008 auf dem Terminkalender des DRCV´s (Deutscher-Rallye-Cross-Verband). 7 Teams des Motorsportclub Löhne waren auch hier bestrebt wichtige Punkte für die Autocross-Meisterschaftswertung einzufahren.

Das Dackel-Racing-Team versuchte in der Klasse 2 (Serientourenwagen bis 1800ccm) seinen Saisonauftaktserfolg zu wiederholen. Die Voraussetzungen dafür sollten im ersten Lauf aus zweiter Reihe geschaffen werden. Nach dem Start beschleunigte Fahrer Henrik "Henne" Westerhold seine Konkurrenten aus und ging in Führung. Trotz eines kleinen Drehers in der zweiten Runde, war es ihm möglich den ersten Platz zu halten. Selbst ein Defekt an der Lenkung konnte Westerhold bis zum Ziel nicht von der Führungsposition verdrängen. Der Start aus erster Reihe im zweiten Lauf bot beste Bedingungen dem "Dackel" freien Lauf zu lassen. Ohne den Staub eines anderen Teilnehmer schlucken zu müssen fuhr er locker einen Start-Ziel-Sieg ein. Im letzten Durchgang aus dritter Reihe reichte ein fünfter Platz zum Klassensieg und somit volle Punktzahl für die Meisterschaftswertung.

Mit hohen Erwartungen ging das Morani-Racing-Team mit Fahrer Ralf Daumann in der Klasse 7 (Spezialcross bis 1400ccm) an den Start. Aus letzter Reihe im ersten Lauf hatte Ralf die ungünstigste Startposition da er das gesamte Teilnehmerfeld vor sich hatte. Nach einigen starken Überholmanövern sah er als vierter die Zielflagge. Vor dem zweiten Lauf aus zweiter Reihe schien im Hinblick auf einen Tagessieg noch alles möglich. Eine defekte Sicherung machte jedoch alle diesbezüglichen Erwartungen zunichte. Daumann musste, an dritter Stelle liegend, den Morani vorzeitig abstellen. Im letzten Durchgang konnte Ralf aus der ersten Reihe das Potenzial des Hayabusa-Motors ungehindert ausnutzen und sich souverän den ersten Platz sichern. Trotz nur zwei gewerteter Läufe reichten die erzielten Punkte für den dritten Platz im Endklassement.

Thomas Homburg, vom Team Homburg, meldete sich in der Klasse 14 (Spezialtourenwagen bis 1400ccm) mit seinem Peugot wieder zurück. Der dritte Platz aus erster Reihe stellte ein zufriedenstellendes Ergebniss dar. Schlechte Sichtverhältnisse durch aufgewirbelten Staub ließen Thomas im zweiten Lauf aus dritter Reihe nicht über einen sechsten Platz hinauskommen: "Ich hab nix gesehen!" Unter besseren Bedingungen erkämpfte er sich im letzten Durchgang, aus zweiter Reihe, einen beachtlichen dritten Platz. Somit konnte Thomas den vierten Rang in der Tageswertung verbuchen.

Andreas Edeler versuchte mit seinem Spezialcrosser in der Klasse 12 (Spezialcross bis 1600ccm) an die guten Leistungen der letzten Rennen anzuknüpfen. Platz vier aus der zweiten Reihe war keine schlechte Ausgangsposition. Der zweite Platz aus erster Reihe ließ erneute Hoffnungen auf einen Podestplatz aufkeimen. Ein Motorschaden im dritten Lauf aus dritter Reihe verhinderte einen besseren als sechsten Platz. Unter diesen Gegebenheiten konnte Edeler mit seinem fünften Platz in der Endabrechnung zufrieden sein.

Harald Knüppel brachte seinen Klasse 6 Renner (Spezialtourenwagen über 1800ccm) wiederhergestellt mit nach Gleidorf. Aufgrund des noch nicht ganz ausreichenden Turbodrucks kam er über Platz fünf aus der ersten Reihe nicht hinaus. In den beiden folgenden Durchgängen, aus dritter und zweiter Reihe, verhinderte die Tatsache, durch einen technischen Defekt kein Vollgas geben zu können, jeweils bessere Platzierungen als Rang sechs. Platz fünf in der Wertung war unter diesen Vorraussetzungen ein akzeptables Ergebniss.

Für das Team Usdowski griff Matthias Bieck ins Lenkrad. Im ersten Lauf pilotierte er den Spezialtourenwagen in der Klasse 14 (bis 1400ccm) aus zweiter Reihe auf Platz 6. Aus erster Reihe kam er als dritter über Ziellinie. Zum Abschluß ergab sich aus dem vierten Platz aus dritter Reihe die für den fünften Rang in der Tageswertung benötigte Punktzahl. Für den ersten Auftritt in dieser Saison ist dies ein durchaus gelungener Auftritt gewesen.

Andre Steinborn hatte bei seinem Saisondebüt in der Klasse 3 (Serientourenwagen über 1800ccm) noch mit einigen technischen Problemen zu kämpfen und musste somit den Renntag vorzeitig beenden.

"Den Vogel abgeschossen" hat Morani-Teamchef Nils Horskotte. Er nahm das Volant beim großen Endlauf aller Spezialcrossklassen ausnahmsweise selbst in die Hand und siegte hier völlig unerwartet und in Aufsehen erregender Manier. Er zog durch das Teilnehmerfeld wie sprichwörtlich "das heiße Messer durch die Butter" und ließ den hinter ihm fahrenden Konkurrenten keine Chance zum Überholen, unglaublich wie "TC" mit dem Morani zurecht kam. "Dann kann ich ja in Rente geh´n", sagte ein grinsender Ralf Daumann.

Gelegenheit an diese Leistungen anzuknüpfen, gibt es am 21./22.06. im sauerländischen Sachsenberg.

Kappi