Eime 2008
Am 13. und 14. September fand das Saisonfinale des DRCV´s (Deutscher-Rallye-Cross-Verband) in Eime statt.
Nachdem das Dackel-Racing-Team bereits nach dem letzten Rennen in Ennert die Meisterschaft "in trockenen Tüchern" hatte, ging es für die anderen vier mitgereisten Teams um Erhalt oder Verbesserung des endgültigen Meisterschaftsstandes. Die Löhner Motorsportler erwartete ein spannungsgeladenes Rennwochenende wie selten zuvor.
In der Klasse 2 (Serientourenwagen bis 1800ccm) startete das Dackel-Racing-Team mit Fahrer Henrik Westerhold. Gleich im ersten Lauf zeigte er, dass das Team nicht umsonst Meister wurde, denn diesen Durchgang beendete er als erster. Keine Punkte gab es im zweiten Lauf, da "Henne" unter gelber Flagge überholt hat und deswegen disqualifiziert wurde. Der zweite Platz im letzten Lauf sicherte die nötigen Punkte für den achten Tagessieg von insgesamt zehn gewerteten Meisterschaftsläufen in dieser Saison. Nicht nur hier, sondern zusätzlich im Endlauf der Serientourenwagen verabschiedete Westerhold sich wahrlich meisterlich mit einem ebenfalls überlegenen Sieg, und dem daraus resultierenden fünften Rang in der Endlaufjahreswertung, aus dem diesjährigen Renngeschehen.
Beim Empfang in Löhne bedankte sich das ganze Team, zu dem auch Matthias Wurzbacher und Torsten Imort gehören, mit einer emotionsgelandenen Rede bei allen Sponsoren, Helfern und Freunden für ihre Unterstützung, ohne die der Meistertitel nicht möglich gewesen wäre.
Die Brüder Thomas und Thorsten Homburg mussten bis zum letzten Lauf um den dritten Platz in der Meisterschaft zittern. Nachdem es in den ersten beiden Läufen mit einem vierten und dritten Platz noch nicht sicher war, ob man die Platzierung in der Jahresendwertung halten könnte, musste der letzte Lauf die Entscheidung bringen. Mit einem zweiten Platz aus erster Reihe machte Thomas in der Klasse 14 (Spezialtourenwagen bis 1400ccm) alles klar. Der dritte Platz in der Meisterschaft war für das Team Homburg somit gesichert, Fahrer Thomas bedankte sich bei seinem Bruder für das "perfekte Auto".
Das Morani-Racing-Team um Fahrer Ralf Daumann ging mit einem Abstand von fünf Punkten auf Platz vier in der Meisterschaft ins Rennen. Dem siegreichen dritten Lauf gingen ein jeweils dritter und vierter Platz vorraus. Die dadurch erzielte Punktzahl ergab den zweiten Rang in der Tageswertung. Ein einziger Punkt fehlte, um sich in der Meisterschaftsrangliste der Klasse 7 (Spezialcross bis 1400ccm) auf den vierten Platz zu verbessern. Dennoch kann das Team mit Teamchef Nils Horstkotte, Mechaniker Manfred und Björn Brockmann sowie Dennis Kapitza zufrieden sein mit dem fünften Platz im Jahresendklassement, zumal dann, wenn man die Pechsträhne in der Saisonmitte in Betracht zieht. Ohne technische Probleme wäre sicherlich mehr "drin" gewesen, wie es der stark herausgefahrene dritte Platz im Endlauf aller Spezialcrosser eindeutig belegte. Trotz nur dreimaliger Teilnahme an diesem Wettbewerb erreicht man auch hier den zufriedenstellenden fünften Rang in der Endlaufjahreswertung.
Das für ihn maximale Ergebniss holte Andreas Edeler in der Klasse 12 (Spezialcross bis 1600ccm) an diesem Wochenende heraus. Drei Punkte trennten ihn zu Beginn der Veranstaltung vom Viertplatzierten. In einem punktemäßig ganz eng beieinanderliegenden Fahrerfeld gelang es ihm mit einem immer stärker werdenden Rennverlauf, Platz sieben - drei - zwei, den dritten Platz in der Tageswertung herauszufahren. Somit war die nötige Punktzahl gegeben um vom fünften auf den vierten Rang in der Meisterschaftswertung aufzusteigen.
Harald Knüppel kam mit seinem Klasse 6 Renner (Spezialtourenwagen über 1800ccm) im Laufe der Saison immer besser zurecht. Nach einem dritten und einem sechsten Platz in den ersten beiden Läufen ergab der zweite Platz im dritten Durchgang das beste Ergebnis in dieser Saison, der dritte Rang in der Gesamtplatzierung des Tages war die Belohnung dafür. Somit kann man Harald für den -nach den verschiedensten Problemen- nicht zu erwartendem fünften Platz in der Meisterschaftswertung gratulieren.
Die Meisterschaftsendstände lauten für die nicht am Saisonfinale teilnehmenden Sascha Röhr, Klasse 5 (Supertourenwagen über 1400ccm) Rang fünf, und für das Team Usdowski Platz 6 in der Klasse 14 (Spezialtourenwagen bis 1400ccm).
Mit diesem Ablschluß der beendeten Autocross-Meisterschafts-Saison können die Teams des Motorsportclubs Löhne durchaus zufrieden sein, man darf auf das nächste Jahr gespannt warten. Wer die Crossboliden des MSC´s einmal aus der Nähe betrachten und sich über die Rennfahrzeuge, die Teams und den Cross-Sport im Allgemeinen informieren möchte hat dazu am 3. und 5. 10. im Rahmen des Oktoberfestes auf dem oberen Teil der Lübbeckerstraße die Gelegenheit. Das Dackel-Racing-Team und das Morani-Racing-Team werden hier ihre Fahrzeuge präsentieren und versuchen alle Fragen zu beantworten.
Kappi